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09.09.2010
Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung verzeichnete starkes Besucherinteresse auf der SHK Essen
Der Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung bot auf der SHK Essen 2010 einen umfassenden Überblick zum Stand der KWK-Technik. Die Fachbesucher schätzten besonders die konzentrierte Information ausschließlich zum Thema KWK im Wohnungsbau. Eine Pressekonferenz am ersten Messetag mit Statements aus Politik und Wirtschaft unterstrichen das Ziel des Arbeitskreises zur Schaffung von Rahmenbedingungen für die Installation von KWK-Anlagen. Der SHK-Kraftwerker, ein Fernlehrgang ausschließlich für SHK-Innungsbetriebe, wurde erstmals präsentiert.
Großes Interesse an der Heiztechnik mit Doppelnutzen

Die dem Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung angeschlossenen Hersteller waren mit der Resonanz der Fachbesucher und auch dem Standkonzept sehr zufrieden. „Die thematische Konzentration am Stand führte zu einer viel intensiveren Auseinandersetzung der Fachbesucher mit dem Thema KWK im Wohnungsbau, so Jörg Dinslaken, Vertriebsingenieur Regenerative Energien, Vaillant. Auf der gemeinsamen Plattform erhielt der Fachbesucher einen Überblick der gängigen Gerätetypen. Es wurden Aufbau, Leistung und die Vorteile der Heiztechnik gezeigt. In den Beratungsgesprächen dominierten die Fragen nach den Einsatzgebieten der Mikro-KWK-Anlagen sowie nach ihrer Verfügbarkeit, den staatliche Förderprogrammen und dem Kundennutzen, fasst Till Wodraschka, Produktsmarketing Buderus Deutschland, zusammen. Für Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer OTAG liegt das Kernargument für die KWK-Technik in der dezentralen Produktion von Strom. „Besitzer von Mikro-KWK-Anlagen produzieren Strom vorrangig für den Selbstverbrauch. So werden Netzkosten vermieden und der Strom, der nicht durch die Netze geht, spart Primärenergie ein.“

 

Gefragt - der SHK-Kraftwerker

Das große Interesse der Fachbesucher am Stand des Arbeitskreises, schloss auch die Frage nach einer Weiterbildungsmöglichkeit ein. Diese Nachfrage konnte ganz konkret mit der Präsentation der SHK-Kraftwerkers beantwortet werden: Der SHK-Kraftwerker, ist in Deutschland der erste Fernlehrgang für KWK-Technik. Der Lehrgang wurde vom Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW ausschließlich für SHK-Innungsfachbetriebe entwickelt. Für die Planung und Ausführung von KWK-Anlagen werden Kenntnisse und Fertigkeiten benötigt, die für viele SHK-Fachbetriebe aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Arbeits- und Erfahrungsfeldes schnell zu erfassen sind. Ich bin der Überzeugung, dass Kraft-Wärme-Kopplung die Heiztechnik der Zukunft ist. Dieses neue Marktfeld gilt es daher ganz entschieden und schnell zu besetzen. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Hochdruck am SHK-Kraftwerker, um bereits im Mai 2010 einen Pilotlehrgang anbieten zu können, so Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands SHK NRW und Initiator des Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung.

 

Forderung nach einer verlässlichen Impulsförderung

Im Rahmen eines Pressegesprächs, zu dem der Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung am ersten Messetag eingeladen hatte, wurden auch klare Forderungen an die Politik gerichtet. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks bescheinigte der KWK-Technik: Neben mehr Energieeffizienz können KWK-Anlagen einen wesentlichen Beitrag zur Dezentralisierung der Energieversorgung leisten. Die KWK-Technik stellt eine Riesenchance für den Klimaschutz und für das Handwerk dar. Auch Michael Koschowitz, Leiter Gasmarktentwicklung E.ON Ruhrgas betonte: „Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein Programmpunkt im „integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm der Bundesregierung“. Denn die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung gilt als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Zur Etablierung der neuen Technologie, so betonten Hersteller und SHK-Handwerker mit KWK-Erfahrung auf der SHK Essen, sei eine verlässliche Förderung notwendig. Die derzeitige Verunsicherung in Bezug auf eine Verlängerung der Fördermittel für KWK-Anlagen sei für Hersteller und Handwerk gleichermaßen hinderlich. Hersteller sind mit dem derzeitigen Schwebezustand der politischen Rahmenbedingungen einer Produktionsunsicherheit ausgesetzt. Steigt die Nachfrage nach Mikro-KWK-Anlagen, könne der Markt im ungünstigsten Fall nicht schnell genug bedient werden. Damit sich die KWK-Technik auch beim Endkunden als zukunftsfähige Heiztechnik etablieren kann, zieht das SHK-Handwerk eine moderate langfristige Förderung, einer kurzfristigen hohen Förderung in jedem Fall vor, so Hans-Peter Sproten.

 

Marktpartner im Arbeitskreis Kraft-Wäme-Kopplung

Dem Arbeitskreis gehören Fachhandwerker mit KWK-Erfahrung an, wie die Unternehmen Dahlmanns aus Wegberg und Weischede aus Düsseldorf. Auf Seiten der Industrie sind derzeitig u. a. Ansprechpartner von Bosch Thermotechnik, SenerTec, Vaillant (Ecopower), OTAG und Viessmann vertreten. Unterstützt wird der Arbeitskreis von den Energieversorgungsunternehmen E.ON Ruhrgas AG, Essen und VNG - Verbundnetz Gas AG, Leipzig. Ebenfalls ist der Fachverband Sanitär Heizung Klima Brandenburg beteiligt.

 

Interesse am Fernlehrgang SHK-Kraftwerker?
Lassen Sie sich jetzt schon vormerken für den SHK-Kraftwerker. Der Flyer des Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung mit Rückantwortfeld steht Ihnen in Dateiform auf der rechten Seite als Download zur Verfügung.
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